Ein Logarithmus zu einer beliebigen konstanten Basis ist der natürliche Logarithmus, gestaucht um einen festen Faktor.
\[\frac{d}{dx}\log_{a} x = \frac{1}{x\ln a}\]
Was die Regel besagt
Mit dem Basiswechsel \(\log_{a}x = \frac{\ln x}{\ln a}\) wird jeder Logarithmus zu einem konstanten Vielfachen von \(\ln x\). Weil \(\ln a\) nur eine Zahl ist, erledigt die Faktorregel den Rest: \(\frac{1}{\ln a}\cdot\frac{1}{x}\).
Der einzige Unterschied zum natürlichen Logarithmus ist also ein fester Teiler. Für die Basis \(e\) verschwindet er, weil \(\ln e = 1\); für die Basis \(10\) ist er \(\ln 10 \approx 2{,}3026\) – deshalb flacht der Graph von \(\lg x\) so viel schneller ab.
In diesem Rechner bedeutet \(\log(a, x)\) den Logarithmus \(\log_{a}x\); für \(\log_{2}\) und \(\log_{10}\) gibt es die Kurzformen \(\texttt{log2}\) und \(\texttt{lg}\) bzw. \(\texttt{log10}\).
Wann sie gilt
Ein Logarithmus, dessen Basis eine Konstante ungleich \(e\) ist.
\(\log_{2}\) in der Informatik, \(\lg = \log_{10}\) bei Dezibel, pH-Wert und Größenordnungen.
Enthält die Basis selbst die Variable, gilt diese Regel nicht – dann wird der Ausdruck stattdessen in natürliche Logarithmen umgeschrieben.
Fünf durchgerechnete Beispiele
Jede Zeile ist der Schritt, den auch der Rechner zeigen würde, in der Reihenfolge, in der er
die Regeln anwendet. Jeder Graph ist interaktiv: Fahre darüber, um beide Kurven abzulesen und die
Tangente zu sehen, deren Steigung die Ableitung ist; ziehen verschiebt, scrollen zoomt.
Die Form von \(\ln x\), senkrecht gestreckt um \(\tfrac{1}{\ln 2} \approx 1{,}44\), und f′ entsprechend über der Kurve \(\tfrac{1}{x}\). Ein Basiswechsel skaliert das ganze Bild; er verbiegt es nicht.
Etwa \(1{,}4427/x\) – steiler als \(\ln x\), weil \(\log_{2}\) schneller wächst.