Enthält die Basis eines Logarithmus die Variable, wechselst du zur Basis \(e\) und nimmst die Quotientenregel.
\[\log_{a} b = \frac{\ln b}{\ln a}\]
Was die Regel besagt
Die Regel zur Basis \(a\) setzt eine feste Zahl als Basis voraus. Bewegt sich die Basis mit \(x\) – wie in \(\log_{x}2\) –, gilt diese Voraussetzung nicht mehr, und es gibt keine eigene Regel, die man lernen müsste.
Stattdessen verwandelst du den Ausdruck mit dem Basiswechsel in einen Quotienten natürlicher Logarithmen. Zähler und Nenner sind dann gewöhnliche Funktionen von \(x\), und die Quotientenregel erledigt den Rest.
Das ist ein Umformungsschritt, keine Ableitungsregel. Deshalb führt der Rechner ihn als eigene Zeile im Rechenweg: Er markiert den Moment, in dem der Ausdruck seine Form ändert.
Wann sie gilt
Die Basis eines Logarithmus enthält die Ableitungsvariable.
Ausdrücke wie \(\log_{x}2\) oder \(\log_{x}(x + 1)\).
Immer dann, wenn sich mit der Basis \(e\) leichter rechnen lässt.
Fünf durchgerechnete Beispiele
Jede Zeile ist der Schritt, den auch der Rechner zeigen würde, in der Reihenfolge, in der er
die Regeln anwendet. Jeder Graph ist interaktiv: Fahre darüber, um beide Kurven abzulesen und die
Tangente zu sehen, deren Steigung die Ableitung ist; ziehen verschiebt, scrollen zoomt.
Die Polstelle bei \(x = 1\) teilt den Graphen in zwei Äste, die beide fallen. Rechts sinkt die Kurve von oben gegen null; links nähert sie sich null von unten, und f′ stürzt auf beiden Seiten der Polstelle steil ab.
Negativ für \(x > 1\): Wächst die Basis, fällt \(\log_{x}2\).
Hier enthalten beide Teile ein x, also braucht es die Quotientenregel. f nähert sich für große x dem Wert 1, weil die beiden Logarithmen zusammenlaufen.
Das ist der Fall, der die Umformung wirklich braucht – keine der beiden Logarithmusregeln kommt direkt heran.