Die Umkehrfunktionen der Winkelfunktionen haben algebraische Ableitungen – im Ergebnis bleibt keine Trigonometrie übrig.
\[\frac{d}{dx}\arctan x = \frac{1}{1 + x^{2}}\]
Was die Regel besagt
Jede davon folgt aus der Regel für Umkehrfunktionen. Für \(y = \arcsin x\) gilt \(\sin y = x\); leitet man beide Seiten ab, ergibt sich \(\cos y \cdot y' = 1\), also \(y' = \frac{1}{\cos y} = \frac{1}{\sqrt{1 - x^{2}}}\), wegen \(\cos y = \sqrt{1 - \sin^{2}y}\).
Die Tabelle: \(\left(\arcsin x\right)' = \frac{1}{\sqrt{1 - x^{2}}}\), \(\left(\arccos x\right)' = -\frac{1}{\sqrt{1 - x^{2}}}\), \(\left(\arctan x\right)' = \frac{1}{1 + x^{2}}\). Die Arkus-Kofunktionen sind die Negativen ihrer Partner, weil \(\arcsin x + \arccos x = \frac{\pi}{2}\) konstant ist.
Weil diese Ableitungen rein algebraisch sind, tauchen Arkusfunktionen als Stammfunktionen von Integralen auf, die nach allem aussehen, nur nicht nach Trigonometrie.
Wann sie gilt
\(\arcsin\), \(\arccos\), \(\arctan\) und ihre Kehrwert-Partner.
Im Rechner auf zwei Arten eingebbar: \(\texttt{arctan(x)}\) oder \(\texttt{tan\^-1(x)}\).
Zusammen mit der Kettenregel bei zusammengesetztem Argument, etwa \(\arctan(3x)\).
Fünf durchgerechnete Beispiele
Jede Zeile ist der Schritt, den auch der Rechner zeigen würde, in der Reihenfolge, in der er
die Regeln anwendet. Jeder Graph ist interaktiv: Fahre darüber, um beide Kurven abzulesen und die
Tangente zu sehen, deren Steigung die Ableitung ist; ziehen verschiebt, scrollen zoomt.
Beide Kurven existieren nur auf \([-1, 1]\), deshalb ist der Ausschnitt so eng. f′ ist eine positive Mulde, die an beiden Enden über alle Grenzen wächst, wo der Arkussinus senkrecht wird, und im Ursprung ihren kleinsten Wert 1 erreicht.
Definiert für \(-1 < x < 1\) und an beiden Rändern unbeschränkt, dort wo die Sinuskurve umkehrt.