Wann du zuerst logarithmieren solltest

Die Variable in Basis und Exponent zugleich – und die langen Produkte, bei denen der Trick ebenfalls hilft.

Wann logarithmieren?

Für x^x passt keine der Standardregeln: Die Potenzregel verlangt einen konstanten Exponenten, die Exponentialregel eine konstante Basis. Logarithmierst du beide Seiten, wird der Exponent zu einem gewöhnlichen Faktor, und die Aufgabe wird zur Routine.

Das Vorgehen

Schreibe y = f^g. Dann ist ln y = g ln f. Leitest du beide Seiten ab, erhältst du y'/y = g' ln f + g f'/f, und Multiplizieren mit y erledigt den Rest. Die beiden Summanden lassen sich einfach deuten: Der erste ist die Änderung durch den Exponenten, der zweite die durch die Basis.

Der andere Einsatzzweck

Der Trick hilft auch dort, wo er nicht nötig ist. Ein Produkt aus fünf Faktoren braucht vier verschachtelte Produktregeln – oder einen Logarithmus, eine Summe aus fünf einfachen Ableitungen und ein Zurückmultiplizieren. Bei unübersichtlichen Produkten und Quotienten ist das oft der kürzeste richtige Weg.

Auf der Seite zum logarithmischen Differenzieren findest du fünf durchgerechnete Fälle, darunter x^(1/x), dessen Maximum bei x = e der Grund ist, warum e^(1/e) jedes andere x^(1/x) schlägt.

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